Kleingartenhilfe

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Archive for the ‘Infos’ Category

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit muss die Zulassung für Mesurol® Schneckenkorn widerrufen.
Mesurol® Schneckenkorn enthält den Wirkstoff Methiocarb. Für diesen Wirkstoff wurden mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 107/2014 der Kommission vom 26. Februar 2014 die Sonderbestimmungen geändert. Zukünftig dürfen in ganz Europa nur noch Anwendungen als Repellent bei der Saatgutbehandlung und als Insektizid zugelassen werden. Anwendungen zur Schneckenbekämpfung sind somit nicht mehr zulassungsfähig.

Gemäß Artikel 2 der genannten Verordnung ändern oder widerrufen die Mitgliedstaaten bis zum 19. September 2014 erforderlichenfalls geltende Zulassungen für Pflanzenschutzmittel zur Schneckenbekämpfung, die Methiocarb als Wirkstoff enthalten. Betroffene Produkte:

Mesurol- Schneckenkorn / Bayer Garten Schneckenkorn Mesurol

Da es sich hierbei um den Widerruf einer Zulassung handelt, sind nach dem 19. September 2014 weder Verkauf noch Verbrauch von „Mesurol® Schneckenkorn“ möglich (kostenfreie Entsorgung von Produktresten bei Sonderannahmestellen der BSR).

Pflanzenschutzamt

Dez-18-2013 By Dobberke

Änderung der Sprechzeiten des Pflanzenschutzamtes

 

Ab Januar 2014 wird das Pflanzenschutzamt Berlin die Aufgabe

„Auskunft und Beratung zum Pflanzenschutz im Haus-, Klein- und

Siedlergarten“ schrittweise neu strukturieren und organisieren. In diesem

Zusammenhang werden als eine erste Maßnahme die Sprechzeiten für

Freizeitgärtnerinnen und -gärtner ab Januar 2014 auf einen Tag pro

Woche reduziert.

Auskünfte zu Pflanzenkrankheiten und Schädlingen und ihrer möglichst

umweltschonenden Abwehr oder Bekämpfung im Hobbygarten erteilt

das Pflanzenschutzamt ab Januar 2014 nur noch jeden Donnerstag von

11:00 bis 16:00 Uhr über die Beratungshotline 70 00 06-240 oder nach

vorheriger telefonischer Vereinbarung. Fragen können auch per Email

(möglichst mit Fotos) an das Pflanzenschutzamt gerichtet werden.

Ratsuchenden „in Sachen Pflanzenschutz“ wird empfohlen,

insbesondere die umfangreichen Informationen auf den Internetseiten

des Pflanzenschutzamtes und dessen Newsletterangebot

„Berliner Gartenbrief “ zu nutzen.

(Quelle: Pflanzenschutzamt Berlin)

 

Wasserzähler

Feb-8-2013 By Dobberke

Zum Saisonstart werden die Wasserzähler wieder eingebaut oder in Betrieb genommen. Um zu verstehen, warum bei der Erfassung des Wasserverbrauchs meistens Differenzen zwischen den Haupt- und Unterzählern auftreten, sollte man sich einmal den Aufbau der handelsüblichen Wasserzähler ansehen.

Nach 144 m³ (144.000 Liter) Wasserbrauch wurde ein Kaltwasserzähler für den Kleingartenbereich auseinandergenommen. Die Eichzeit von 6 Jahren war noch nicht abgelaufen aber wegen einer Funktionsstörung musste er vorzeitig ausgetauscht werden:

Bild 1 – Gebrauchter Wasserzähler (Eichplombe an Justierschraube für Demontage entfernt). Auf Wassereintrittseite (links) befindet sich ein Sieb.

Bild 2 – Abgedrehter Gehäusekopf mit Schutzdeckel.

Bild 3 – Darunter die 1,3-cm-dicke Glasscheibe mit Dichtungsgummi.

Bild 4 – Das leere Gehäuse des Wasserzählers.

Bild 5 – Im Gehäuse befindet sich der Werkbecher, der im oberen Teil das Rollenzählwerk und im unteren den Flügelbecher mit den Wassereinlaufschlitzen enthält.

Bild 6 – Rollenzählwerk (rechts) aus Flügelbecher (links) genommen.

Bild 7 – Rollenzählwerk (Draufsicht)

Bild 8 – Rollenzählwerk (Seitenansicht mit Plastikzahnrädern)

Bild 9 – Das Flügelrad (links) im unteren Teil des Flügelbechers. Rotbraune Verfärbung durch oxidierte Eisenteilchen in der Kalkablagerung.

Durch diese kostengünstige Konstruktion wird ersichtlich, warum die Erfassung von Kaltwasser an technisch bedingte Grenzen stößt. Um eine größere Genauigkeit zu erreichen, wäre ein großer Aufwand an Material und Konstruktion notwendig. Um die Zählerdifferenzen zu begrenzen, unterliegen die Wasserzähler dem Eichgesetz und der Eichordnung. Dabei müssen für die Zulassung gewisse Grenzwerte eingehalten werden, die trotzdem zu einer Fehlerquote von ca. 10% führen können. Zu größeren Messdifferenzen führt auch:

  • Ein verkanteter Einbau: Der Lagerstift des Flügelrades läuft bei einem horizontalen Einbau leichter und mit weniger Widerstand.
  • Die unterschiedliche Anlaufschwelle, bei der ein Zähler zu messen beginnt (erst bei 10-12 Liter je Stunde).
  • Leckagen oder Rohrbrüche. Beispiel: Bei einem 0,5 mm starken Leitungsriss ergibt sich ein Verlust (bei einem Wasserdruck von 5 bar) von 20 Liter pro Stunde, was über die Gartensaison ca. 104 m³ ergeben würde.
  • Zu groß dimensionierter Hauptzähler (siehe z.B. Artikel beim Bau und Energieportal für Hausbesitzer): Oft wird die maximale Belastung zu hoch angesetzt, durch die theoretische Annahme, dass die meisten Pächter nicht nur anwesend, sondern auch gleichzeitig die Bewässerung stark in Anspruch nehmen würden.

Die Summe der nicht erfassten Teile bezeichnet man als „Schlupf“, „Schleichwasser“ oder „Schwund“. Bei der Wasserrechnung sollte die Verbrauchsdifferenz zwischen dem Hauptzähler und der Summe der Einzelzähler als „Korrekturfaktor“ mit dem Einzelverbauch multipliziert werden. Dadurch erreicht man auch eine gerechte Verteilung der Differenz, entsprechend dem jeweiligen Verbrauchsanteil.

Rechenbeispiel für die Wasserrechnung:

Verbrauch-Hauptzähler 200 m³ / Summe Einzelzähler 196 m³ = 1,02 (Korrekturfaktor)

Verbrauch-Einzelzähler 36 m³ * 1,02 = 36,72 m³ * 2,169 EUR (Beispiel-Wasserpreis) = 79,65 EUR

 

Quellen: BFW-Büro für Wärmemesstechnik – Friedrich Gohl GmbH, Stuttgart, Berliner Wasserbetriebe – Michael Beyer

Garten ohne Giersch?

Mai-16-2012 By Dobberke

Im Herbst 2009 übernahm ich einen verwilderten Ersatzgarten. Mehr als ein Drittel  der Gartenfläche war mit dem Dauerunkraut Giersch zugewachsen, selbst unter den wilden Brombeeren.

Der Giersch, mit seinem dichten Geflecht aus Rhizomen, musste manuell mit Hilfe einer Grabegabel aus dem Boden entfernt werden. Bei dieser aufwendigen Arbeit ist unbedingt darauf zu achten, auch das kleinste Wurzelstück aus dem Boden zu holen. Aber auch bei sorgfältigster Arbeit ist ein hundertprozentiger Erfolg nicht möglich und eine ständige Nachkontrolle nötig. Über mehrere Wochen sollte deshalb auf eine Bepflanzung verzichtet werden. Zumal nach großflächigen Entfernungsaktionen nun die Unkräuter zum Zuge kommen, die bisher erfolgreich vom Giersch unterdrückt wurden: Hier waren es z.B. Floh-Knöterich und Schöllkraut.

Auf einen Versuch, Giersch mit Neudorff Finalsan GierschFrei zu behandeln, sollte man verzichten. Besonders wenn die Wurzeln alt und damit sehr widerstandsfähig sind, treiben sie nach wenigen Tagen wieder aus. Da Finalsan Pelargonsäure als Herbizid verwendet, ist der Einsatz, laut unserer Gartenordnung § 3, ohnehin verboten!

Dichtigkeitsprüfung

Jan-17-2012 By Dobberke

Wer eine Abwasseranlage betreibt ist nach §61(2) des Berliner Wasserhaushaltsgesetzes verpflichtet, ihren Zustand, ihre Funktionsfähigkeit, ihre Unterhaltung und ihren Betrieb, sowie Art und Menge des Abwassers und der Abwasserinhaltsstoffe selbst zu überwachen.

Bei alten Abwassersammelgruben empiehlt sich eine Sanierung durch einen zertifizierten Fachbetrieb. Um die Notwendigkeit dieser teuren Sanierung feststellen zu können, sollte das Absinken der Füllmenge über einen bestimmten Zeitraum überprüft werden oder eine sogenannte Dichtigkeitsprüfung durch einen zertifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden.

Vor der Prüfung sollte die Grube abgepumpt und wieder mit Frischwasser bis zur Oberkante des Zulaufrohres aufgefüllt werden.

Ein Sensor übermittelt im Messzeitraum von einer halben Stunde das Absinken des Wasserspiegels an das Prüfprogramm.

Innerhalb dieser Zeit darf, z.B. bei einer Betongrube von 3m³ Größe, der Wasserstand nicht mehr als 5 mm absinken. Das Messergebnis wird in Form eines ausgedruckten Protokolls dokumentiert, das auf Verlangen der zuständigen Behörde (außerhalb der Wasserschutzzonen das jeweilige Bezirksamt) vorzulegen ist.

Pflanzenschutzmittel (PSM)

Jan-13-2012 By Dobberke


Es ist normal, dass Kulturpflanzen von Schadorganismen (Insekten, Pilzen, Bakterien und Viren) befallen werden und in Konkurrenz mit Unkräutern um Nährstoffe, Licht und Wasser leben. Wenn die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) bei starker Schädigung nötig sein sollte, um einen Totalausfall von Ernten oder die zu starke Beeinträchtigung der Qualität zu verhindern, sieht das Pflanzenschutzgesetz vor, diese Mittel nur nach „guter fachlicher Praxis“ einzusetzen. Das bedeutet, die Verwendung von PSM auf das notwendige Maß zu beschränken und die Mittel so auszuwählen, die für die jeweilige Situation, Standort und Kultur am geeignetsten sind. Es ist auf funktionstüchtige Geräte zu achten und Restmengen sollten fachgerecht entsorgt werden.

Folgende Vorschriften sind zu beachten, Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit behandelt und können mit Bußgeldern geahndet werden:

Es dürfen nur zugelassene PSM verwendet werden

PSM dürfen nur angewandt werden, wenn sie mit der Angabe „Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulässig“ gekennzeichnet sind

Die Anwendung darf nur für die ausgewiesenen Pflanzenarten, Schaderreger oder die spezielle Zweckbestimmung erfolgen

Im Freiland dürfen die Mittel nur auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angewendet werden. Auf allen übrigen Flächen (u.a. Straßen-, Wegrändern, Stellplätzen oder im Gewässerbereich) ist die Anwendung nur über eine Ausnahmegenehmigung der zuständigen Behörde erlaubt.

Die Auflagen für die Pflanzenart und den Schaderreger, die Anwendungshäufigkeit und den Anwendungszeitpunkt, die Aufwandmenge, die Wartezeit, den Bienen- und Gewässerschutz sind genau einzuhalten.
Welche Pflanzenschutzmittel verwendet werden können erfährt der Kleingärtner durch das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis Teil 7  (Haus- und Kleingartenbereich) des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Obstbaumhochstämme

Jan-13-2012 By Dobberke


Obstbaumhochstämme, Süßkirschen, Walnussbäume und Essigbäume dürfen nur mit Zustimmung des Verpächters gepflanzt werden (siehe Gartenordnung §2 – Bewirtschaftung).

Als Hochstamm bezeichnet man die Zuchtform der jungen Obstbäume, bei denen der Kronenansatz erst bei ca. 180 cm (früher 160 cm) beginnt. Endscheidend für die Wuchsstärke ist nicht die Stammlänge, sondern die Wurzelunterlage. Es ist allerdings üblich Hochstämme auf einer stark wachsenden Unterlage zu veredeln. Die Kronenausbildung ist trotzdem nicht größer als bei anderen Zuchtformen (z.B. Halbstamm ab 100-160 cm Kronenansatz). Bei älteren Bäumen ist oft die ursprüngliche Zuchtform, auch durch die sogenannte Selbstaufastung (durch Selbstbeschattung sterben die untersten Äste nach und nach ab), nicht mehr erkennbar.

Die Anpflanzung ist nicht verboten, wird aber nur unter bestimmten Bedingungen vom Verpächter zugelassen. Dabei ist die Größe und Lage des Gartens wichtig. Im Schatten eines mit Waldbäumen bestandenen Bahndammes, in einiger Entfernung zur nächsten Parzelle, wird man eher einen Hochstamm genehmigen, als innerhalb einer kleinteiligen Kolonie.

„Verbotene“ Pflanzen

Jan-13-2012 By Dobberke


In unserer derzeit gültigen Gartenordnung wird unter §2 allgemein das Anpflanzen hochstämmiger Waldbäume, Weiden, Pappeln und höherer Zierpflanzen verboten. Auch Gehölze und Bäume, die nach ihrer natürlichen Entwicklung eine Größe von 6 m Höhe oder 4 m Breite erreichen können, dürfen nicht gepflanzt werden.

In der alten Gartenordnung wurden explizit einzelne Sorten aufgelistet, deren Anpflanzung (ohne Erklärung) verboten waren, wie beispielsweise der Hasel (Corylus avellana). Dieser und andere verbotene Pflanzen werden heute nicht mehr aufgeführt. Der Holunder (Sambucus nigra) wurde früher, da er hauptsächlich als Ziergehölz angesehen wurde, wegen seines starken Wuchses nicht als kleingartengerecht angesehen. Als Wildobstart ist der Holunder allerdings durchaus sehr wertvoll (siehe Artikel im Eisenbahn Landwirt Heft 2 – Februar 2011). Da sich bereits am diesjährigen Holz Blütendolden bilden, kann auch jeweils im Herbst kräftig zurückgeschnitten werden, sodass die Höhe weniger problematisch wird. Es ist unlogisch Hasel und Holunder, trotz ihres Nutzwertes, einseitig zu benachteiligen, andere Pflanzen, die wegen ihrer möglichen Wuchshöhe viel weniger kleingartengerecht sind, großzügig zu dulden. Hier drei Beispiele von Gehölzen mit ihrer jeweils durchschnittlichen Maximalhöhe, die meistens in unseren Kleingärten unbeanstandet bleiben und auch einen Pächterwechsel „überleben“:

Lebensbaum (Thuja occidentalis) bis 20 m – das Schnittgut ist schwer kompostierbar

Korkenzieher-Weide (Salix matsudana `Tortuosa`) 4-10 m – nach einigen Jahren fällt sehr viel Schnittgut an

Stechpalme (Ilex aquifolium) 10-15 m – Beeren stark giftig

Manche Pflanzen sind aus anderen Gründen für einen Kleingarten nicht empfehlenswert. Sie sind oft Wirtpflanzen von Schädlingen, sind besonders krankheitsanfällig oder haben andere unerwünschte Eigenschaften. Ihre Anpflanzung ist nicht direkt verboten aber machen dem Gärtner oder seinem Nachbarn das Leben schwer, wie der Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica) mit seinen horizontalen Rhizomen („Kriechsprosse“). Bei einigen Pflanzen wird von einer Anpflanzung abgeraten, da sie als mögliche Wirtspflanze für einen Schaderreger dienen könnten, z.B. Feuerdorn, Zierquitten, Zwergmispel, Weiß- und Rotdorn beim Feuerbrand. Allerdings sind viele Apfel-, Birnen- und Quittensorten nicht weniger anfällig für diese meldepflichtige Krankheit. D.h. manche Pflanzen sind unerwünscht, nicht weil sie Hauptwirtspflanze für einen Schaderreger sind, sondern weil sie ebenfalls betroffen sein könnten, wie die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), die wie die Süßkirsche von der Kirschfruchtfliege befallen werden kann. Sehr abzuraten ist von der Anpflanzung und Erhaltung vieler Wacholderarten, der Hauptwirtspflanze des Birnengitterrostes. Leider werden die Sporen sehr weit übertragen, sodass eine von betroffenen Wachholderarten (siehe Merkblatt des Pflanzenschutzamtes) freie Kleingartenkolonie trotzdem mit dem Auftreten dieses Rostpilzes rechnen muss. Durch den Verzicht auf diese Gehölze wird nicht nur der mögliche Befallsdruck durch den jeweiligen Schaderreger reduziert, sondern auch der Eindruck eines Zier- oder Freizeitgartens vermieden.

Fazit: Statt eines Verbotes sprechen wir eher von einer Empfehlung bestimmte Gehölze lieber nicht zu pflanzen. Generell sollten immer Sorten gewählt werden, die gegen Schaderreger resistent oder wenigstens weniger anfällig sind und die Wuchshöhe nicht problematisch werden könnte. Es sollte möglichst nicht zu dicht gepflanzt, die Höhe der einzelnen Gehölze der Größe des jeweiligen Kleingartens ständig angepasst und damit auch Rücksicht auf den Nachbarn genommen werden.

Bundesnaturschutzgesetz

Jan-13-2012 By Dobberke

 

§ 39 Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen

(5) 2. Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen

Erlaubt ist damit:

  • der Formschnitt von Hecken (Unterhaltungsschnitt) zur Beseitigung des Pflanzenzuwachses. Dabei ist auf jeden Fall sicherzustellen, dass die Hecke als Brut- und Lebensraum für die Vogelwelt während der Schutzfrist  (in der Regel April bis Mai) erhalten bleibt. Befinden  sich in der Hecke noch belegte Nester, muß der Schnitt verschoben werden.
  • der Sommerschnitt von Obstbäumen oder der schonende Schnitt von Bäumen zur  Gesunderhaltung,
  • der  Schnitt von Gehölzen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht (auch hier: Brutvogelschutz  beachten).