Kleingartenhilfe

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Archive for Mai, 2012

Garten ohne Giersch?

Mai-16-2012 By Dobberke

Im Herbst 2009 übernahm ich einen verwilderten Ersatzgarten. Mehr als ein Drittel  der Gartenfläche war mit dem Dauerunkraut Giersch zugewachsen, selbst unter den wilden Brombeeren.

Der Giersch, mit seinem dichten Geflecht aus Rhizomen, musste manuell mit Hilfe einer Grabegabel aus dem Boden entfernt werden. Bei dieser aufwendigen Arbeit ist unbedingt darauf zu achten, auch das kleinste Wurzelstück aus dem Boden zu holen. Aber auch bei sorgfältigster Arbeit ist ein hundertprozentiger Erfolg nicht möglich und eine ständige Nachkontrolle nötig. Über mehrere Wochen sollte deshalb auf eine Bepflanzung verzichtet werden. Zumal nach großflächigen Entfernungsaktionen nun die Unkräuter zum Zuge kommen, die bisher erfolgreich vom Giersch unterdrückt wurden: Hier waren es z.B. Floh-Knöterich und Schöllkraut.

Auf einen Versuch, Giersch mit Neudorff Finalsan GierschFrei zu behandeln, sollte man verzichten. Besonders wenn die Wurzeln alt und damit sehr widerstandsfähig sind, treiben sie nach wenigen Tagen wieder aus. Da Finalsan Pelargonsäure als Herbizid verwendet, ist der Einsatz, laut unserer Gartenordnung § 3, ohnehin verboten!