Kleingartenhilfe

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Obstbaumhochstämme

Jan-13-2012 By Dobberke


Obstbaumhochstämme, Süßkirschen, Walnussbäume und Essigbäume dürfen nur mit Zustimmung des Verpächters gepflanzt werden (siehe Gartenordnung §2 – Bewirtschaftung).

Als Hochstamm bezeichnet man die Zuchtform der jungen Obstbäume, bei denen der Kronenansatz erst bei ca. 180 cm (früher 160 cm) beginnt. Endscheidend für die Wuchsstärke ist nicht die Stammlänge, sondern die Wurzelunterlage. Es ist allerdings üblich Hochstämme auf einer stark wachsenden Unterlage zu veredeln. Die Kronenausbildung ist trotzdem nicht größer als bei anderen Zuchtformen (z.B. Halbstamm ab 100-160 cm Kronenansatz). Bei älteren Bäumen ist oft die ursprüngliche Zuchtform, auch durch die sogenannte Selbstaufastung (durch Selbstbeschattung sterben die untersten Äste nach und nach ab), nicht mehr erkennbar.

Die Anpflanzung ist nicht verboten, wird aber nur unter bestimmten Bedingungen vom Verpächter zugelassen. Dabei ist die Größe und Lage des Gartens wichtig. Im Schatten eines mit Waldbäumen bestandenen Bahndammes, in einiger Entfernung zur nächsten Parzelle, wird man eher einen Hochstamm genehmigen, als innerhalb einer kleinteiligen Kolonie.

  1. Rainer Dobberke schreibt:,

    Dieser Artikel muss nun umgeschrieben werden, da die Gartenordnung vom Bezirksvorstand neu erlassen wurde. Neuer Wortlaut:
    „Obstbaumhochstämme, (z.B. Süßkirsche, Pflaume, Apfel) Walnussbäume und Essigbäume dürfen nicht gepflanzt werden.“
    Das bedeutet aber auch, dass Süßkirschen wieder ohne Genehmigung gepflanzt werden dürfen, weil nur Hochstämme erwähnt werden.
    Pflanzen Sie Süßkirschen auf schwach wachsenden Unterlagen:
    http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/obst/linkurl_23.pdf