Kleingartenhilfe

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Pflanzenschutzmittel (PSM)

Jan-13-2012 By Dobberke


Es ist normal, dass Kulturpflanzen von Schadorganismen (Insekten, Pilzen, Bakterien und Viren) befallen werden und in Konkurrenz mit Unkräutern um Nährstoffe, Licht und Wasser leben. Wenn die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) bei starker Schädigung nötig sein sollte, um einen Totalausfall von Ernten oder die zu starke Beeinträchtigung der Qualität zu verhindern, sieht das Pflanzenschutzgesetz vor, diese Mittel nur nach „guter fachlicher Praxis“ einzusetzen. Das bedeutet, die Verwendung von PSM auf das notwendige Maß zu beschränken und die Mittel so auszuwählen, die für die jeweilige Situation, Standort und Kultur am geeignetsten sind. Es ist auf funktionstüchtige Geräte zu achten und Restmengen sollten fachgerecht entsorgt werden.

Folgende Vorschriften sind zu beachten, Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit behandelt und können mit Bußgeldern geahndet werden:

Es dürfen nur zugelassene PSM verwendet werden

PSM dürfen nur angewandt werden, wenn sie mit der Angabe „Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulässig“ gekennzeichnet sind

Die Anwendung darf nur für die ausgewiesenen Pflanzenarten, Schaderreger oder die spezielle Zweckbestimmung erfolgen

Im Freiland dürfen die Mittel nur auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angewendet werden. Auf allen übrigen Flächen (u.a. Straßen-, Wegrändern, Stellplätzen oder im Gewässerbereich) ist die Anwendung nur über eine Ausnahmegenehmigung der zuständigen Behörde erlaubt.

Die Auflagen für die Pflanzenart und den Schaderreger, die Anwendungshäufigkeit und den Anwendungszeitpunkt, die Aufwandmenge, die Wartezeit, den Bienen- und Gewässerschutz sind genau einzuhalten.
Welche Pflanzenschutzmittel verwendet werden können erfährt der Kleingärtner durch das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis Teil 7  (Haus- und Kleingartenbereich) des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

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